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"So einer war auch er!"
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Ihr Dach stieß bis an
die Sterne....
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| Liegt ein Dörflein mitten im Walde,
überdeckt vom Sonnenschein,
und vor dem letzten Haus an der Halde
sitzt ein steinalt Mütterlein.
Sie läßt den Faden gleiten
und Spinnrad Spinnrad sein
und denkt an die alten Zeiten
und nickt und schlummert ein.
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Ihr Dach stieß fast bis an
die Sterne,
vom Hof her stampfte die Fabrik,
es war die richtige Mietskaserne
mit Flur- und Leiermannsmusik!
Im Keller nistete die Ratte,
parterre gabs Branntwein, Grog und Bier,
und bis ins fünfte Stockwerk hatte
das Vorstadtelend sein Quartier.
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| Heimlich schleicht die Mittagsstille
durch das flimmernde grüne Revier.
Alles schläft; selbst Drossel und Grille
und vorm Pflug der müde Stier.
Da plötzlich kommt es gezogen
blitzend den Wald entlang
und vor ihm hergeflogen
Trommel- und Pfeifenklang.
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Dort saß er nachts vor seinem
Lichte
--duck nieder, nieder, wilder Hohn!--
und fieberte und schrieb Gedichte,
ein Träumer, eine verlorner Sohn!
Sein Stübchen konnte gerade fassen
ein Tischchen und ein schmales Bett;
er war so arm und so verlassen,
wie jener Gott aus Nazareth! |
| Und in das Lied vom alten Blücher
jauchzen die Dörfler: "Sie sind da!"
Und die Mädels schwenken die Tücher
und die Jungens rufen: "Hurra!"
Gott schütze die goldenen Saaten,
dazu die weite Welt;
des Kaisers junge Soldaten
ziehn wieder ins grüne Feld!
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Doch pfiff auch dreist die feile
Dirne,
die Welt, ihn aus: Er ist verrückt!
Ihm hatte leuchtend auf die Stirne
der Genius seinen Kuß gedrückt.
Und wenn vom holden Wahnsinn trunken
er zitternd Vers an Vers gereiht,
dann schien auf ewig ihm versunken
die Welt und ihre Nüchternheit |
| Sieh, schon schwenken sie um die Halde,
wo das letzte der Häuschen lacht.
Schon verschwinden die ersten im Walde,
und das Mütterchen ist erwacht.
Versunken in tiefes Sinnen,
wird ihr das Herz so schwer,
und ihre Tränen rinnen:
"So einer war auch Er!"
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In Fetzen hing ihm seine Bluse,
sein Nachber lieh ihm trocknes Brot,
er aber stammelte: O Muse!
und wußte nichts von seiner Not.
Er saß nur still vor seinem Lichte,
allnächtlich, wenn der Tag entflohn,
und fieberte und schrieb Gedichte,
ein Träumer, ein verlorner Sohn! |