THE WESSOBRUNN PRAYER (814)
A Christian prayer in prose, preceded by nine defective verses which prblably preserve old epic turns of expression, The dialect is Bavarian, the theme that of Psalm xc, 2 Wessobrun was the seat of a Bavarian monastery.
Das erfuhr ich unter dem Volke als das vornehmste Wunder,
Dass Erde nicht war, noch Überhimmel,
Noch Baum (noch Stein?) noch Gebirge war;
Dass (Stern?) gar keiner noch Sonne schien,
Noch der Mond leuchtete, noch das Meer so herrlich.
Und als da nichts war von Enden noch Wenden,
Da war der eine allmachtige Gott,
Der Männer mildester, und manche waren mit ihm
Glorreiche Geister. Und Gott der heilige....
Allmachtiger Gott, der du Himmel und Erde geschaffen, und der
du
den Menschen so vieles Gute verliehen hast, gib mir in deiner
Gnad
rechten Glauben und guten Willen, Weisheit und Klugheit und
Kraft, den Teufeln zu widerstehen und Böses zu vermeiden
und deinen Willen zu wirken.